Kenia Ostafrikatour 93/94 Inhaltsverzeichnis Westafrikatour 97/98 Inhaltsverzeichnis OnTour Homepage Weiter

Kenia

 

Um die Grenze früh passieren zu können, haben wir in einer Milchgenossenschaft unsere letzten Eierkuchen vom Vortag gegessen. Hier haben wir auch bis auf 25000 UShl. Reserve unsere letzen Schillinge ausgegeben. Gegen 11.00 Uhr erreichen wir schließlich die Grenze und nun beginnt das Chaos. Überall sind Menschen, Autos und Lkws aber keine Schilder zur Orientierung. Zu unserer Verwunderung hatten wir schon nach 30 Minuten alle unsere Papiere zusammen. Außerdem mussten wir nicht die Originalpapiere an der Grenze hinterlegen, wie es für ein in Uganda registriertes Fahrzeug üblich ist. Frohen Mutes das schlimmste hinter uns zu lassen fahren wir über die Grenze (Brücke über einen Fluss). Doch hier wird es noch chaotischer und wir können nur durch die Hilfe eines Schwarzen (für 5000 UShl.) den Irrweg durch etwa 20 Büros, in denen wir ca. 1000 Formulare ausfüllen mussten und ebenso viele Stempel erhielten, bewältigen. Dabei mussten wir auch noch einmal nach Uganda, um uns einen Ausreisestempel zu besorgen. Für dieses Nervenaufreibende Hin und Her benötigten wir über zwei Stunden.

Im ersten großen Ort hinter der Grenze lief uns direkt eine "Barcleys Bank" über den Weg. Problemlos (nach 7, in Worten sieben, Unterschriftsproben) erhielten wir ohne jegliche Gebühr 200 US$ in Kenia Schilling (1.00 DM = 40 KShl.). Überrascht stellen wir fest, dass Eurocard und VisaCard in einigen Geschäften willkommen sind. Außerdem ist das Preisniveau bedeutend geringer als in Uganda (z.B. Benzin 70 Pf / Liter. oder Zucker 80 Pf. / kg). Zu unserer Überraschung konnten wir in einem "turbogeilen" Ort Namens Turbo bei der Polizei übernachten. Im Ort machten wir uns noch einen schönen Abend mit Kakao, Kaffee und Kenia-Pils.

 

Nach einer verflucht eisigen Nacht schauten wir noch beim Postamt vorbei, um nach Deutschland zu telefonieren. Dabei stellt sich heraus, dass der uns am Vortag gesagte Preis von 58 KShl. pro Minute nicht mehr aktuell ist. In der Zeit der Satelliten kosten 3 Minuten 1100 KShl. (27.50 DM), was zwar schon bedeutend billiger ist wie in Uganda aber uns noch immer zu teuer ist. Aus Frust haben wir uns dann zwei neue Reifen zum Spottpreis von zusammen 75.00 DM geleistet, weil unsere alten Reifen eigenartige beulen hatten. Am Nachmittag verabschiedeten wir uns von den Polizisten und ihren Familien und fahren weiter Richtung Osten. In einem abseits gelegenen Waldstück machten wir halt und in der Dämmerung wurden mal wieder Pfannkuchen gebacken. Mittlerweile können wir dies schon ohne hinzusehen. Auch diese Nacht in der Hochebene von Kenia wurde bitterkalt. Dennoch schliefen wir in den Alaska erprobten Schlafsäcken beim Pfeifen des eisigen Windes wohl und ruhig ein.

 

Wir nutzen diese paradiesische Ruhe und legen einen Sonnentag ein, um auch einmal ein bisschen in unsere neuen Bücher zu schauen.

Am Abend machen wir ein riesiges Lagerfeuer. Zu Musik aus unserer Autostereoanlage tanzen wir wie die alten Indianer um das Feuer, nur beobachtet durch die Kenia-Hochlandochsen. Aufgrund dieses "Regentanzes" bewölkt es sich sofort und die folgende Nacht wird nicht mehr so bitterkalt.

 

Heute haben wir unseren schönen Platz im Wald verlassen und fahren weiter in Richtung Nairobi. Nach ca. 150 km finden wir dann wieder ein sehr schönes Waldstück. Dieses war zwar etwas schwerer zugänglich, dafür aber auch noch schöner als das letzte. Dieses Waldstück gab sich wie ein echter kleiner Dschungel, indem wir auch gleich einen Erkundungsgang machten und sogar an echten Lianen wie Tarzan klettern konnten. Das allergrößte am heutigen Tag waren jedoch die "Kimbo-Lights" (ohne Kommentar). Thomas (unser Alchimist) kam auf die Idee selbst Kerzen zu basteln, um etwas Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen. Die Schwierigkeit war nur, - Womit ?

Nun ja, man nehme eine Eierschale, ein Stück vom Küchenhandtuch und das berühmte "KIMBO-Cooking-FAT". Die Kombination aus allem erwies sich als ein echter "Dauerbrenner".

 

Gut ausgeschlafen wollen wir uns nun in die Höhle des Löwen wagen und eine echte afrikanische Großstadt besuchen. Wir haben uns zwar schon die letzen Wochen auf den "Left-Side"-Verkehr einstellen können, aber waren uns unsicher, ob wir damit auch eine Großstadt wie Nairobi unfallfrei überstehen. Voller Glücksgefühle brechen wir also extra früh auf um auch viel von Nairobi zu haben. Als wir uns langsam über eine Autobahn Nairobi nähern, stellen wir fest, dass weniger Verkehr ist, als erwartet. Nachdem wir gegen ca. 10.00 Uhr einen Parkplatz nahe Zentrum gefunden haben, wollen wir uns ins Geschäftsleben stürzen - aber, da sind keine Geschäfte - "all closed". Nach einer kurzen Frage stellen wir fest, dass heute ein Nationalfeiertag (Unabhängigkeit von England) ist und deshalb alle Geschäfte geschlossen haben. Ziemlich frustriert verziehen wir uns wieder und finden ein einsames Nationalparkgelände außerhalb von Nairobi. Kurz nach unserer Ankunft beginnt ein starker Regen, der uns das weiterfahren ziemlich erschwerte. Wir entschließen uns die Nacht in dem Randgebiet vom Nationalpark zu verbringen und können diesen Tag zufrieden mit Eierkuchen und Kakao beschließen.

 

In der Hoffnung, dass heute nicht schon wieder ein Nationalfeiertag ist, brechen wir gegen 7.00 Uhr wieder Richtung Nairobi auf. Allerdings bleiben wir im Parkgelände an einer starken Steigung im Schlamm stecken. Die Situation scheint hoffnungslos, da der Regen am Vortag den Boden in die reinste Schlammwüste verwandelt hat. Die Steigung ist zwar nur kurz aber extrem stark. Außerdem rutschen wir bei unseren Versuchen immer weiter in ein großes Loch mit Wasser. Wir nehmen uns vor, als erstes den Wagen aus dem Loch zu befreien und dann zu drehen. Jetzt jedoch kann man von einem echten Wunder sprechen, da wir bei diesem Manöver nicht nur aus dem Wasserloch rauskommen, sondern auch auf einmal die Reifen packen und wir die Anhöhe erklimmen, als wäre sie gar nicht da. Gegen 8.00 Uhr finden wir einen schönen Parkplatz im Zentrum von Nairobi. Wir haben uns viele Dinge für unseren Nairobi-Trip vorgenommen. Als erstes schlendern wir für eine Stunde einfach durch die Stadt, weil die Geschäfte erst gegen 9.00 Uhr aufmachen. Dabei klappern wir einige Reisebüros ab und erfahren, dass ein "One-Way-Ticket" nach Deutschland zwischen 400.00 und 900.00 US-Dollar kostet. Relativ glücklich über den guten Preis gehen wir in den nächsten Supermarkt, der einen ziemlich an ein deutsches Einkaufszentrum erinnert. Dieser hat die gleiche Produktpalette wie ein Deutscher Supermarkt (Nutella, Cornflakes uvm.). Nach den vielen Wochen trostloser Eierkuchen erscheint dies wie ein Traum für uns. Als Thomas ein Original Nutella-Glas sieht, strahlen seine Augen und ihm steht die Gier im Gesicht geschrieben. Jedoch soll dieses kleine Glas Nutella umgerechnet ca. 10.00 DM kosten und das ist uns doch zu happig. Wir entschließen uns erst einmal das Nötigste zu kaufen und kommen auch günstig mit 1400.00 KShl. weg. Zudem kaufen wir uns ein paar Ersatzsicherungen für das Auto und rufen problemlos Falko in Deutschland an um ein "Update" zu geben. Ziemlich fertig machen wir uns auf die Suche nach unserem Auto, welches wir auch nach "nur" 3 Stunden und 2 Stadtumrundungen dank Thomas seinen guten Orientierungssinn finden. Trotz unserer Erschöpfung raffen wir uns nochmals auf, packen das Päckchen für zu Hause und bringen es noch in Nairobi zur Post. Jetzt hoffen wir nur, dass alles gut in Deutschland ankommt. Wir trinken noch eine gemütliche Tasse echten Filterkaffee und starten Richtung Mombasa. Da wir nicht direkt nach Mombasa wollen, halten wir bei verlassen von Nairobi Ausschau nach einem schönen Ort, den wir auch in "Sultan Hamat" finden. Praktischerweise ist hier ein Wasseranschluss vorhanden, so dass wir zuerst unsere Wäsche waschen. Dies ist auch mal wieder nötig um die mittlerweile zahlreich eingenisteten Flöhe zu vertreiben, die uns schon halb aufgefressen haben.

 

Nach einer guten heißen Tasse Milch, geht es weiter Richtung Mombasa. Leider wird die Straße immer schlechter und Thomas fährt mit hohem Tempo in ein Schlagloch, wobei wir so hart aufsetzen, daß sich unsere Lichtmaschine lockert. (Wie wir später feststellten) Sicherheitshalber fahren wir nur noch mit 50 km/h weiter, um weitere Überraschungen dieser Art zu vermeiden. Außerdem scheint die Strecke eh sehr gefährlich, da alle paar Kilometer ein LKW umgekippt im Straßengraben liegt. Einige Kilometer nach unserem harten "Aufsetzer" halten wir in einem kleinen Ort an, um ein paar Kleinigkeiten zu kaufen. Als wir weiterfahren wollen, stellen wir zu unserem Erstaunen fest, daß der Wagen nicht mehr anspringt. Kurzerhand wechseln wir alle defekten Sicherungen, da wir den Fehler hier vermuten. Nach einiger Zeit bemerken wir jedoch, daß die Batterie nicht mehr aufgeladen wird. An der Lichtmaschine scheint es nicht zu liegen, da sie „scheinbar“ normal arbeitet. Allerdings wird die Batterie auch bei der Weiterfahrt nicht geladen. Wir halten schließlich an, um das Problem einfürallemal zu lösen. Dafür zerlegen wir fast den ganzen Wagen und prüfen alle Kontakte und Anschlüsse. Thomas nutzt die Gelegenheit, um unsere nasse Wäsche in die Sonne zum Trocknen zu hängen. Über vier Stunden prasseln wir an dem Wagen erfolglos herum und fahren schließlich frustriert und auf unser Glück hoffend los. Vielleicht repariert sich der Wagen von selbst, wie er es schon einmal gemacht hat. Diesmal hat der Langley aber keine Lust das Problem von alleine zu lösen. Wie wir an den Anzeigen sehen geht die Batterie total in die Knie. Kaum noch eine Anzeige ist zu erkennen, das Radio funktioniert nicht mehr und es fängt langsam an zu dämmern. Nach ca. 150 km Fahrt ist es dann soweit, die Batterie ist total am Ende und der Motor bekommt nicht mehr ausreichend Strom. Mit letzter Kraft und zitternden Knien fahren wir einem hilfsbereiten Schwarzen hinterher, der uns im Fall eines Falles abschleppen will. Endlich kommen wir in einem Ort an, wo wir an einer großen Tankstation Fachleute finden, die sich den Wagen ansehen. Noch sind wir etwas misstrauisch, da wir von den Fähigkeiten der Afrikaner nicht ganz so überzeugt sind. Nach ca. 5 Minuten sind wir eines besseren belehrt, als ich bei einer Probefahrt mit Freuden feststelle, wie die Batterie geladen wird. Die ganze Reparatur hat uns gerade einmal 5.00 DM gekostet. Der Mechaniker hat einfach die Lichtmaschine nachgespannt, die sich durch die harten Schläge gelöst hatte und bei höherer Umdrehung den Keilriemen durchrasseln lies. Wir hatten die Lichtmaschine nur im Standgasbetrieb ausprobiert, in der sie ohne Probleme lief. Der Tag sollte auch positiv enden, da wir im gleichen Ort eine schöne Polizeistation mit einen genialen Zeltplatz fanden. Hier hatten wir auch die Gelegenheit "afrikanischen Tennis" kennenzulernen. Als Ball wurden faustgroße fliegende Käfer benutzt, die langsam, träge und unglaublich dumm sind und immer wieder zum Schläger zurückkehren. Nachdem sie mit einem großen Lineal gegen die Wand geschlagen wurden fallen sie für ein paar Sekunden auf den Boden, bleiben benommen liegen, um dann erneut in den Ring zu steigen. Ich fand die riesigen Tiefflieger einfach nur eklig und in der Anzahl einfach nicht mehr erträglich und flüchtete aus der Polizeistation.

 

Direkt in unserer Nähe ist ein schöner Nationalpark und wir entschließen uns kurzerhand die nächste Nacht in der Wildnis zu verbringen. Wir finden einen traumhaften Platz, an dem wir uns einen der Jahreszeit angemessenen Weihnachtskranz basteln und ein Lagerfeuer für Röstkartoffeln anschmeißen. An sich ist dies wieder einer von den richtig schön erholsamen Tagen in freier Natur, weit ab von jeder Zivilisation. Was machen zwei typisch Deutsche in einem afrik. Nationalpark an einem so schönen Tag:

"Sie kümmern sich um den Wagen und schaffen es erfolgreich, die seit dem Kauf leicht eingedrückten Türen auszubeulen."

Dies gelingt uns wie schon gesagt gut und der Wagen sieht danach aus wie neu, wodurch sicherlich der Wert des Wagens noch etwas gesteigert werden konnte. Mittlerweile ist so ziemlich alles an dem Wagen wieder in Schuss, wobei wir aber nicht klagen wollen. Der Wagen war kein Fehlkauf, wie er uns unzählige Male zuvor schon bewiesen hat. Jeder normale deutsche Wagen hätte schon nach den ersten Kilometern das Handtuch geworfen. An dieser Stelle muss man nochmals erwähnen, dass die besten Autobauer die Japaner sind und die beste Japanische Autofirma "NISSAN" ist.

Der Abend ist schön und wir essen unsere leckeren Röstkartoffeln, betrachten den Weihnachtskranz mit unseren selbstgebastelten Kimbolights und denken ein bisschen an zu Hause.

 

Endlich fahren wir nach Mombasa und damit zum langersehnten Strand des "Indischen Ozeans". Leider erweist es sich als recht schwierig, einen schönen Strand zu finden. Große Teile des Ufers sind südlich von Mombasa mit Mangroven (Salzwasserbäumen) bewachsen und machen es fast unmöglich das offene Meer zu erreichen. Dummerweise haben wir bei dieser Fahrt durch unwegsames Buschgelände wieder einmal einen Reifen platt gefahren. Wir entschließen uns aus diesem Grund und wegen der einbrechenden Dunkelheit die Nacht in der Nähe der Hauptstraße zu verbringen.

 

In aller Frühe brechen wir auf, um uns wieder auf die Suche nach einem schönen Stück Strand zu machen. Diesmal haben wir vollen Erfolg und finden einen traumhaften einsamen "Südsee-Beach" in der Nähe von Shimonie. Diese gehört einem deutschen Auswanderer, der dieses Stück Strand extra für Abenteuerreisende wie uns erschlossen hat. Für nur insgesamt 150 KShl. (ca. 4.00 DM) pro Nacht können wir direkt am Strand unser Zelt aufstellen. Die folgenden Tage werden so richtig schön traumhaft und entspannend.

Allerdings haben wir uns das Wasser anders vorgestellt. Man erfährt nicht die sonst gewohnte Abkühlung, sondern heizt noch zusätzlich auf. Vor allem in den flachen Stücken ist das Wasser fast kochend heiß, wie zu Hause in der Badewanne. Zum Abkühlen macht man am besten den Körper nass und lässt ihn dann durch den Wind und die abgeführte Verdampfungswärme kühlen. Hans (der Deutsche Aussteiger) erweist sich als interessanter Gesprächspartner, der in seinem Leben schon fast die ganze Welt gesehen hat. Thomas und ich träumen von einem ähnlichen Schicksal und machen uns schon Gedanken hier auch ein Stück Land zu kaufen. Wie dem auch sei, den Rest dieses Tages verbringen wir mit Schwimmen und in der Sonne liegen.

 

Nach einem sehr guten Frühstück ging es gegen Mittag mit einem kleinen Schnellboot und überdimensioniertem Motor zu einem Korallenriff zum Schnorcheln. Die von Hans organisierte Fahrt erwies sich als grandioses und bezauberndes Naturschauspiel. Die See war ziemlich unruhig und das Boot tanzte über die Wellen. Am Korallenriff angekommen, mussten wir auf einen alten klapprigen Kutter umsteigen, da dass Schnellboot wieder zurück fahren musste. Von dort sprangen wir in die wilde See zum Schnorcheln, umringt von Rochen und anderen wilden Tieren. Dieses Korallenriff war noch besser in Schuss als das in Hourgada, so dass es eine größere Vielzahl an Fischen und Korallen zu bewundern gab. Die See wurde mittlerweile immer stürmischer, was die Mannschaft ziemlich beunruhigte. Schließlich hieß es aufbrechen, um nicht komplett in den aufkommenden Sturm zu gelangen. Auf der Rückfahrt wurden wir ziemlich durchgeschüttelt, da sich das Boot durch die fast haushohen Wellen kämpfen musste und dabei teilweise eine bedrohliche Schräglage einnahm. Um auf alle Eventualitäten gefasst zu sein machten wir uns schon Gedanken, in welche Richtung wir nach dem Kentern schwimmen würden, um optimale Rettungschancen zu haben. Einige Hundert Meter entfernt befand sich eine kleine Insel, an die aber die Wellen mit ungeheurer Kraft schlugen. Die Mannschaft fing an Wasser zu schöpfen, und man konnte ihnen die Unsicherheit ansehen. Würden wir die rettende Bucht erreichen? Der Kiel war undicht und zu alledem brach auch noch der Mast. Wir überlegten nun ernsthaft, welche Gegenstände wir mitnehmen würden und welche wir zurücklassen müssten. Aber wirklich wie durch ein "Wunder" erreichten wir mit dem letzten tropfen Sprit den Hafen. Am Abend gab es Fisch auf afrikanische Art, sprich kalt mit leckeren Soßen (z.B. Pili-Pili). Unser Adventskranz wurde schmunzelnd betrachtet, den wir aber aufgrund des starken Windes nicht anzünden konnten. Immerhin konnten unsere Kimbolights einem Hund das Leben verschönern, der diese mit Begeisterung fraß. Der Hund bzw. "Simba" war wirklich ein lustiges Geschöpf der Natur, das es in Deutschland wirklich nicht gibt.

 

Heute sind wir mit Hans und Sabine nach "Diani-Beach" zum Shopping gefahren. Hier ist auch die letzte Tankstelle vor der tansanischen Grenze und wir nutzen die Gelegenheit, um unser Auto bis zum Rand voll mit Benzin zu füllen. Am Nachmittag war wieder Schwimmen, Sonnen und Relaxen angesagt. Zudem lag der erste Entwurf für unsere selbstentwickelte "Pendel-Alarm-Anlage" fürs Auto vor.

 

 

Wir wollen unseren vorläufig letzten Tag in Kenia auch nochmals voll ausnutzen und im Meer schwimmen gehen. Leider stand uns wieder einmal die lästige Arbeit des Wäsche waschen ins Haus. Dieses übernahm zum ersten, aber auch zum letzten Mal in Afrika eine Schwarze für uns, die bei Hans arbeitete. Leider ist die Wäsche nicht so sauber geworden, da starker Wind herrschte und die Wäsche fortlaufend in den Sand fiel. Trotz allem konnten wir noch den Nachmittag über in der Sonne liegen, essen und schlafen.

 

Einschub - Gesamteindruck

Nach dem teueren Preisniveau in Uganda erschien uns Kenia ersteinmal wie ein Schlaraffenland, indem es alles zu Kaufen gibt. Kenia ist auch in der Tat auf dem bestem Weg hin, zu einem Industriestatt mit all seinen Vor- aber auch Nachteilen. Unerwartet war für uns wirklich, dass hier alles soviel billiger ist als in Uganda, wobei Kenia eigentlich ein Touristenland ist. Dies haben wir an den Bewohnern gemerkt, die uns nicht mehr wie in Uganda als "Exoten" behandelt haben. In Kenia waren wir zu 90% der Zeit ganz normale Menschen und nur 2 von vielen Weisen die hier Urlaub machen oder Arbeiten. Kenia ist empfehlens- wert, wenn man den gleichen Standart haben will wie in Deutschland. Der Nachteil an dieser industriellen Entwicklung ist, dass die Diskrepanz zwischen Arm und Reich immer größer wird und damit auch die Kriminalität, die wir in dieser Form in Uganda nicht erlebt haben. Auch wenn die Einwohner mit den Touristen den Umgang gewohnt sind, so sind sie doch freundlich geblieben.

Kenia Ostafrikatour 93/94 Inhaltsverzeichnis Westafrikatour 97/98 Inhaltsverzeichnis OnTour Homepage Weiter

(c) 1998-2017 by Thomas Klabunde und Uwe Velten (Kontakt / Impressum)

created 01.01.2000 your Webmaster!