Das Vorspiel
"Geplanter Start war der 20.10.1997... aber es kam alles anders."
Geplanter Start war der Montag oder Dienstag, den 20.10.1997 oder 21.10.1997. Aber wie konnte es anders kommen, als dass einfach alles nur schief läuft und sich die Abfahrt bis zum Donnerstag, dem 23.10.1997 um 14.30 UHR verzögert.
Problem No. 1: Cholera und der "dicke Arsch"
Am Freitag (10.10.1997) hatten wir uns noch jede Menge vorgenommen. Wir ließen uns vom Hausarzt Dr. Thiessen die Choleraspritze setzen. Seine Anweisung: Spritze bis zum Anschlag in das äußere obere Viertel einer Arschbacke einführen. Wir hoffen, dass wir es nie selbst brauchen werden.
Direkt im Anschluss tritt Problem No. 1 in Kraft: Uwes Choleraeinstich hat sich entzündet und ist tierisch dick geworden. Anweisung vom Arzt: Bein ruhig stellen, hochlegen und kühlen. Uwe verbringt die Zeit im Bett, während ich die Sachen verstaue.
Problem No. 2: Die Zahn-Hölle beginnt
Uwe ist ein Stück seiner Füllung am Backenzahn abgebrochen. Ich empfehle meine Zahnärztin Frau Dr. Leitch. Sie entfernt die alte Füllung in Rekordzeit (unter 1 Minute!) und empfiehlt direkt vier Kronen in einer Woche inklusive Brücke. Uwe trifft physisch und psychisch am Ende nach 2 Stunden Hölle wieder ein – die Zähne wurden radikal beschliffen.
Problem No. 3 & 4: Grippe und der Totalschaden
No. 3: Eine schwere Erkältung erwischt uns beide. Wir schaffen den Rest der Woche fast nichts mehr.
No. 4: Beim Versuch, Dinge schnell zu erledigen, ramme ich einen geparkten Micra. Die Delle hinten links sieht fast nach Totalschaden aus. Zum Glück hilft unser Versicherungsvertreter Herr Sander sofort.
Zwischendurch "leihen" wir uns noch zwei rot/weiß gestreifte Baustellenabsperrungen als Sandbleche für Simba.
Problem No. 5: "Körperverletzung" beim Zahnarzt
In der Nacht vor der Abfahrt bekommt Uwe starke Zahnschmerzen. Ein zweiter Zahnarzt, Dr. Rößler, begutachtet das Werk von Frau Dr. Leitch und flucht: "Körperverletzung, Sauerei!". Kronen zu groß, Lücken zum Zahn, gesunde Zähne beschädigt. Er fotografiert alles für die Innung und den Anwalt. In einer 6-stündigen Sitzung werden die Kronen entfernt und durch Provisorien ersetzt.
Problem No. 6: Verschollene Papiere
Als wäre es nicht genug, finden wir unsere internationalen Fahrzeugscheine nicht mehr. Wir stellen alles auf den Kopf. Kurz bevor wir entnervt nach Siegen fahren, um neue zu beantragen, finden wir sie: In einer Plastiktüte für Unterwäsche ("Jailhouse") im Afrikaordner.
Endlich: Der Start
Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück mit meiner Mutter und dem Beladen des Dachgepäckträgers sind wir fertig. Der Zahnarzt gibt uns sicherheitshalber 2-Komponenten-Zement mit, damit wir uns im Notfall selbst helfen können.
"Vielleicht sollten wir nicht nur Tiere aufs Büschen sprühen, sondern auch ein rotes Kreuz!"
Kommentare
Kommentar eintragen
Vor der Veröffentlichung wird der Kommentar geprüft. Werbung, Spam und unsittliche Texte werden umgehend gelöscht!